Hanoi: 2 Tage leben auf der Überholspur

Mann, haben wir geschwitzt und gehofft, dass es so kurzfristig noch mit einem Flug von Luang Prabang/ Laos nach Hanoi/ Vietnam klappt. Eine Woche haben wir für Vietnam eingeplant und sind davon ausgegangen, dass wir als Backpacker dieses Land auch locker flockig mit den Bussen durchqueren können. Als wir uns dann in Luang Prabang ein bissel informiert haben, mussten wir feststellen dass die Fahrt von Laos nach Hanoi doch glatte 24h braucht und das Ganze in einem Bus der „The bus from hell“ genannt wird.. Abenteuerlust hin oder her nach ein paar Recherchen haben wir dann eindeutig festgestellt, dass wir ohne Flugzeug einfach zu viel Zeit verlieren. Somit haben wir uns spontan noch nach Flügen nach Vietnam und innerhalb Vietnams umgeschaut. Doch leider fällt unser Besuch genau auf die Zeit während und kurz nach Chinese New Year – insofern war bereits fast alles ausgebucht bzw. saumäßig teuer. Doch anscheinend hat es wiedermal jemand gut gemeint mit uns. Spontan sind noch 3 Leute von ihrer Buchung zurückgetreten. Juhuuu, und auf geht’s nach Hanoi!
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Ein Städtchen mitten in den Bergen, Mönche, Tempel und echte Elefanten

Was wuerdet ihr denken, wenn auf eurem Busticket “Viel Glueck” stehen wuerde? Richtig! Nicht gerade vertrauensweckend. Aber: No Risk No Fun! Also einsteigen und geniessen. Fuer uns geht es heute nach Luang Prabang. Laut Buchungsstelle 8 Stunden Fahrt. Haette uns eigentlich gleich klar sein muessen, dass das etwas mehr werden, wenn da “Viel Glueck” aufm Ticket steht. Insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs. Aber die Aussicht hat echt fuer die zwei Stunden laengere Fahrtzeit entschaedigt. Die Strasse fuehrte mehrere Kilometer durch die Laotischen Berge im Norden des Landes. Durchschnittsgeschwindigkeit ca 30km/h und um uns nichts anderes als gruene Waelder und huegelige Landschaft. Zwischendrin wird mal gestoppt und wir bekommen was zu Essen. Dabei koennen wir beobachten, wie Schulkinder und Moenche mit Sonnenschirm durch die gegend radeln. Der letzte Teil zieht sich unglaublich lange und die kleinen verstreuten Bambushuetten am Strassenrand lassen nicht vermuten, dass in naher Zukunft eine groessere Stadt kommt. Doch irgendwann ist es doch soweit und wir kommen kurz nach Sonnenuntergang, den wir noch in den Bergen bestaunen duerfen, in Luang Prabang an.

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Warum die Laoten beim Bierbrauen bleiben sollten

Wir waren nur einen Tag in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, was auch voellig ausgereicht hat. Die Stadt ist nicht besonders schoen und hat nur ein paar Sehenswuerdigkeiten, die man locker an einem Tag anschauen kann. Mit dem Fahrrad haben wir uns aufgemacht in Richtung Pha That Luang Tempel. Auf dem Weg dorthin kommen wir noch bei einem Triumphbogen vorbei. Nebenan liegt gleich noch der World Peace Gong, den wir mal gerne geschlagen haetten. Durften wir leider nicht.

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4.000 Inseln in Laos: Chillers Paradise mit Süßwasser Delfinen und wo das Essen auch mal länger braucht

Da waren wir also endlich bei den 4000 Inseln (oder “Si Phan Don” auf Laotisch) nach einer 12 stuendigen Busfahrt angekommen und denken, dass wir uns noch schnelle eine Bleibe aussuchen, vielleicht noch was essen und dann ins Bett fallen. Pustekuchen! Und was fuer einer! Nachdem die ersten 5 Gaestehaeuser auf Don Det nichts frei hatten, haben wir beschlossen, dass Chris und ich losziehen und eine Unterkunft suchen, waehrend die Maedels eine Kleinigkeit essen. Frohen Mutes spazieren wir also weiter und versuchen es wirklich an jedem Haus. Aber nirgends ist ein Zimmer frei. Wir beschliessen also etwas ausserhalb zu gucken. Etwas ausserhalb bedeutete letztendlich weitere 20 Minuten laufen. Es war auf dem Weg tatsaechlich gar nichts frei. Gut, da waren die zwei drei Haeuser, die entweder kein Moskitonetz hatten oder aussahen, wie seit Jahren nicht mehr gereinigt. Anscheinend waren alle Backpacker der Umgebung auf einmal ueber diesen kleinen Ort hergefallen. Uns wurde angeboten auf der Terrasse eines Gaestehauses zu schlafen und dann eben morgen ein Zimmer zu nehmen, wenn was frei wird. So ist es da anscheinend tatsaechlich Gang und Gaebe sich ein Zimmer zu “reservieren” :) . Das wollen wir unseren Ladies nicht antun und suchen weiter. Irgendwann kommen wir dann fast am Ende der Insel an und finden tatsaechlich noch was freies, das nicht wie das letzte Drecklsoch ausgesehen hat.
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Tempel, Ruinen und ein armes reiches Volk – Faszinierendes Kambodscha

Die naechsten Tage werden wir mit Anne und Chris (Freunde von der Uni aus Neuseeland) reisen! Juhuuuu! Wir freuen uns auf die beiden und auf ein Land, dass uns nur durch die Medien in Form von Tempelruinen und Landmienen bekannt ist.

Am 2.2. landen wir auf dem internationalen Flughafen in der Provinz Siem Reap. Siem Reap hat etwa 120.000 Einwohner aber der Tourismusmagnet wegen der riesigen Tempelanlage Angkor Wat. Kambodscha ist eines der ärmsten Laender der Erde. Das pro Kopf Bruttoinlandsprodukt betraegt 818 USD. Nur mal so als Vergleich: In Deutschland liegt es bei 40.875 USD im Jahr. Wir verdienen also ungefaehr 50 mal so viel. Neben dem Tourismus ist der Reisanbau und Fischfang die Haupteinnahmequelle fuer die Menschen in Kambodscha. Viele Doerfer sind um die zahlreichen Wats (buddhistischen Tempel) und Kloester gebaut. Die Haeuser bestehen in der Regel aus Bambushuetten, doch sehr oft sieht man auch ein Auto davor stehen. Die meisten fahren jedoch Fahrrad oder ein Mofa.
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Vom “Dschungel” in die organsierte Großstadt – Welcome to Singapore

Nach entspannenden Tagen auf Bali war nun ein wenig Grossstadtluft angesagt. Es ging in den Stadtstaat Singapur. Wir wurden am Flughafen von Katrin abgeholt, die uns netterweise bei sich aufgenommen hat. Ab ins Taxi und in die Stadt. Taxi fahren ist in Singapur relativ guenstig, wenn man es mit europaeischen Verhaeltnissen vergleicht und dazu noch komfortabel, wenn man es mit Balinesischen Verhaeltnissen vergleicht. Man muss naemlich nicht erst lange um den Preis feilschen und kann sich sicher sein, dass man nicht uebers Ohr gehauen wird, da das alles sehr gut geregelt ist. Ueberhaupt ist Singapur fuer uns eine Oase der Sauberkeit: Es liegt kein Muell auf den Strassen und es riecht auch ueberhaupt nicht nach Abfall, wie es auf Bali doch oefter der Fall war.

Nachdem wir unser Gepaeck abgelegt hatten, zeigt Katrin uns Sentosa Island. Das ist eine kleine hochgezuechtete Attraktionshochburg mit einem Warner Brothers Erlebnispark, vielen Bars und Clubs und einem kuenstlich angelegtem Strand. Sieht ganz nett aus und ist bestimmt cool mal abends wegzugehen, da die Clubs direkt am Strand sind. Der Strand an sich hat zwar superfeinen Sand aber so richtig idyllisch ist es nicht, da etliche Tanker am Horizont ankern und man sich etwas eingekesselt vorkommt.

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“I give you good price” oder ein Surfkurs in der Touristenhölle Balis

Nachdem Bali auch dafür bekannt ist, dass es mitunter die besten Wellen zum Surfen hat, dachte ich mir, dass ich das doch auch mal probieren muss. Während Michele noch ein wenig in Ubud chillt, habe ich mich in das Touristenverseuchte Kuta gewagt.

Mir wurde schon gesagt, dass Kuta gut sei zum Party machen und surfen lernen. Hatte jedoch nicht erwartet, dass es so ein touristisches Höllenloch ist. Die Suche nach einer günstigen Unterkunft, die nicht wie eine Gefängniszelle aussieht, gestaltete sich nicht so einfach. Die Preise waren teilweise richtig unverschämt und irgendwann hatte ich keine Lust mehr mit meinem schweren Rucksack durch die Gegend zu laufen. Hab mir dann ein Zimmer mit Frühstück mitten in der Tourihölle geholt und dafür 100.000Rp gezahlt. Mehr als ich eigentlich wollte, aber was solls.
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Frühsport und Bananen auf Toast zum Frühstück

Nachdem wir uns in Amed genug ausgeruht hatten, konnten wir uns auch mal wieder ein wenig bewegen. Wir haben uns Frühsport ausgesucht. Und früh ist hier wirklich richtig früh! Wo manch anderer gerade schlafen geht, haben wir uns um 4 Uhr morgens aus der Kiste gequält und sind auf den 1717m hohen Mount Batur gestiegen.

Am Tag davor sind wir in Toya Bungka am Fuße des Berges angekommen und in einem Guesthouse abgestiegen. Dort haben wir auch direkt unseren Guide für den morgendlichen Aufstieg gebucht. Nach längerem Verhandeln, haben wir endlich einen Preis erzielt, bei dem wir uns nicht allzusehr über den Tisch gezogen gefühlt haben. Es ist wirklich krass, wie sich die Preise innerhalb zweier Jahre entwickeln. Hatten einen Lonely Planet von 2009, in dem noch 180.000Rp standen, was etwa 15 Euro sind. Mittlerweile wollten die laut offizieller Mount Batur Trekking Guide Association 45USD. Das haben wir dann ungefähr auch gezahlt, allerdings für zwei Personen. Das hat echt genervt, aber als wir bei unserer kleinen Umfrage bei den anderen Teilnehmern erfahren haben, dass die tatsächlich 45USD pro Person gezahlt haben, haben wir uns schon besser gefühlt. Verhandeln lohnt sich!
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Blue Moon Ceremony – ein Tag im Herzen der Balinesischen Kultur

Es ist 5 Uhr morgens und Ketut holt uns mit seiner Frau Wayan zusammen von unserer Unterkunft ab. Für die nächsten 2 Stunden sitzen wir im Auto und lernen balinesische Vokabeln. Da in dem kleinen Dorf kaum einer der Bewohner Englisch spricht lernen wir zumindest die Basics wie: Guten Tag, Wie geht es Ihnen, Danke,  das schmeckt lecker, ich heiße… etc. Also alles überlebenswichtige ;) .
Ketut und seine Frau arbeiten beide in Ubud.  Er als Koch und sie in einem anderen Restaurant als Bedienung.  Beide haben vor 2 Jahren geheiratet und haben eine kleine Tochter, die bei seiner Mutter in der Naehe von Amed lebt. Insofern sehen sie ihr Kind nur einmal pro Woche, da die finanziellen Mittel nicht ausreichen um das Kind zu sich zu holen. Die Fahrt über unterhalten wir uns auch über Ehe und das Familienleben an für sich. Es ist total spannend zu hören, dass Ehe in diesem Land einen komplett anderen Stellenwert hat wie es für viele Menschen aus den westlichen Ländern der Fall ist. Wenn man ab/ Mitte 20 nicht verheiratet ist wird man in Indonesien teilweise richtig ausgegrenzt. Man erhält keinen ordentlichen Job und findet sehr schwer Freunde. Hier auf Bali (wie in so vielen Ländern weltweit) dient die Ehe eher als reine Organisationsform. Natürlich heißt das nicht dass hier die Menschen Zwangsverheiratet werden. Dennoch sind die Rollen klassisch verteilt.

Während der Fahrt halten wir noch kurz auf einem Markt und Ketut kauft für uns Frühstück. Für umgerechnet nicht mal 5cent erhält jeder eine Tüte mit einer grünartigem Geleemasse mit Reiskörnern und brauner Soße. Mmmmhhh lecker ;) ! Nachdem Tobbe von Frauen jeglicher Altersklasse auf balinesisch als Mr. Handsome angesprochen wurde und es wegen ihm hier und da ein paar wohooo‘s gab haben wir es dann auch mal zurück ins Auto geschafft und sind weiter Richtung Amed gefahren.
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Massagen, Affen und unser Weg zum ersten Michelin Stern

Der erste Stopp unserer Asienreise ist Indonesien: Bali. Am Freitag, den 15.01.11 verlassen wir die Westküste Australiens. Ich wäre sooo gerne noch länger geblieben :) .

Anyway, zum rumjammern ist net viel Zeit, rein geht es in den Flieger und nach 3 Stunden Flug landen wir auf Bali. Es ist unser erster Flug mit einer asiatischen Fluglinie. Von Beinfreiheit kann man zwar nicht gerade reden, aber dafür ist der Service genial. Für 1,50 EURO haben wir uns im Vorfeld schon ein warmes Essen (Reis mit Hühnchen) bestellt – total lecker. Und die asiatischen Stewardessen sind echt verdammt hübsch anzuschauen ;) . Tobbe hat sich allerding gar nicht mehr unter Kontrolle. Er hat gleichmal sein Getränk verschüttet. Und ganz schnell stehen  4 Stewardessen um ihn herum um seine Hose mit diversen Tüchern zu säubern. Ich sitze eine Reihe daneben und bekomme den Wirbel erst mit, als sein roter Kopf zwischen den Stewardessen hervorschaut. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass dieser kleine Unfall nicht wirklich unter Unfall seinerseits einzustufen ist, aber na ja ;) . Übrigens seine Schusseligkeit hat sich seitdem gesteigert. Vor ein paar Tagen wollte er in einem Laden der Richtung der Verkäuferin folgen und ist prompt gegen einen Spiegel gelaufen. Laut seiner Aussage hatte er den Laden anscheinend ein bissel grösser eingeschätzt ;) .
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